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Die Bauart vorgehängter hinterlüfteter Fassaden
Bauliche Voraussetzung ist eine statisch tragende Außenwand, in der die Unterkonstruktion verankert wird. Die Unterkonstruktion - in der Regel aus Aluminium - besteht aus Wandhaltern und Tragprofilen. Abhängig von der gewünschten Befestigungsart der Bekleidungselemente können zusätzlich Horizontal- oder Vertikalprofile eingesetzt werden. Die Wandhalter sind im Regelfall gegenüber der Außenwand thermisch getrennt, sodass konstruktiv bedingte Wärmebrückenverluste berechenbar sind und auf ein Minimum reduziert werden.
Wesentliches Funktionsmerkmal der Unterkonstruktion ist die Ausbildung von Fest- und Gleitpunkten. Festpunkte übernehmen die Konstruktionslasten und die anteiligen Kräfte aus Windsog und -druck. Gleitpunkte haben die Aufgabe, Windsogkräfte und Winddruckkräfte abzutragen.
Die Unterkonstruktion ist dreidimensional justierbar. Damit wird eine lot- und waagerechte, zwängungsfreie Positionierung auf der Außenwand sichergestellt. Unebenheiten und Maßtoleranzen sowie thermische und hygroskopische Belastungen werden zuverlässig ausgeglichen.
Die Tiefe (Auskragung) der Unterkonstruktion richtet sich nach dem erforderlichen Querschnitt des Hinterlüftungsraums und der gewählten Dämmstoffdicke. Die Befestigung der Fassadenbekleidung erfolgt auf der Unterkonstruktion. Abhängig von den architektonischen Anforderungen wird dabei unterschieden in sichtbare und verdeckte Befestigungen. Maßgebend für die Abmessungen der Fassadenbekleidungen und deren Befestigungen sind die Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen der Hersteller oder werkstoffbezogene Normen.
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